Eine Leserin schreibt zur Fellpflege:

 

Maine Coons Pflege - so mache ich es:

Langhaarkatzen bedürfen stets aufwändiger und liebevoller Pflege, wenn sie sich rundherum wohlfühlen sollen.

Eine unserer Leserinnen, Bettina Frey aus Barmbek bei Hamburg, geht dabei folgendermassen vor:

 

„Ich besitze meine beiden Maine Coons, zwei Kater, nun schon seit mehreren Jahren und man kann sagen, wir haben uns mittlerweile wirklich kennen- und lieben gelernt. Ich habe sie als Kitten bekommen, nun können beide Kater ein stolzes Gewicht, nämlich 7,2 und 7,4 kg vorweisen. Ich denke, ihnen geht es wirklich gut, was mich natürlich auch glücklich und zufrieden macht.

 

Es liegt auf der Hand, dass gerade diese Rasse mit dem wunderschönen Fell ganz besonders regelmässiger und intensiver Pflege bedarf.

 

Das Kämmen der Maine Coons:

Nach vielen verschiedenen Versuchen des Kämmens an diversen Orten bei mir in der Wohnung, mal auf den Katzenbettchen und mal bei den Lieblingsplätzen meiner beiden Stubentiger, jeweils mit eher ungewissem Ausgang, habe ich mir einen sogenannten Trimmtisch besorgt, der in der Höhe verstellbar ist.

 

Sobald ich einen meiner Kater auf diesen Tisch hebe, wissen gleich beide, dass nun die „Pflegestunde“ (es sind eher Minuten – ich versuche es natürlcih kurz zu halten) angesagt ist. Auf diesem Tisch findet nur die Reinigung und Pflege statt, und sie ist auch erst beendet, wenn ich den jeweiligen Kater wieder auf den Boden setze. Dies hat sich zu einem richtigen Ritual entwickelt, das sie beide zu kennen scheinen und ich denke, es gibt ihnen auch eine gewisse Sicherheit.

 

Für das Kämmen und Bürsten benutze ich eine Naturhaarbürste, einen Kamm mit weiten Zinken und eine Bürste mit sich drehenden Borsten.

Der Kamm dient dazu, kleinere Knoten zu finden, diese Knoten sollte man dann auf keinen Fall weiter durchkämmen oder daran ziehen, sondern versuchen mit den Fingern zu lösen oder mit der Drahtbürste zu öffnen. Wenn mit Gewalt versucht wird, die Knoten herauszukämmen, fügt man dem Tier Schmerzen zu und es ist ganz schnell vorbei mit der entspannten Pflegestunde. Das Tier wird sich auch nie wieder ohne Misstrauen auf den Tisch bewegen lassen.

In ganz schlimmen Fällen, bei richtigen Verfilzungen, muss dann schlussendlich zur Schere gegriffen werden. Das kommt aber bei meinen beiden Lieblingen nicht vor, dazu kämme ich viel zu regelmässig.

 

Selbstverständlich reicht es nicht aus, mal eben die für uns Menschen gut zugänglichen Stellen durchzukämmen. Bauch und Genitalbereich gehören auch zur Pflege, besonders unter den Achseln bilden sich ab und an gerne mal Fellknoten im feinen Haar, die bei Nichtbehandlung ganz schnell zu Scheuern anfangen, was zu Ekzemen führen kann.

Ganz besonderes Augenmerk verdient der Schwanz einer Maine Coon. Am besten verwendet man einen grobzinkingen Kamm und kämmt vorsichtig und sorgfältig durch. Bei einem Fettschwanz nehme ich Puder und massiere es auf die Oberseite des Schwanzes, dort befinden sich die Talgdrüsen.

Das Puder verwende ich übrigens auch für den Bauch. Anschliessend bürste ich alles mit der Drahtbürste wieder aus.

 

Es gibt sicherlich viele Wege, seine Katze richtig zu pflegen, diese Methode hat sich für meine beiden Katzen und mich als besonders gut und für beide „Parteien“ am verträglichsten herausgestellt.

 

Der Erfolg gibt uns Recht, die beiden Wonneproppen sehen einfach herrlich aus – was ja auch für eine gute gesundheitliche Verfassung spricht.“