Fellwechsel bei Katzen - was passiert da genau?

 

 

 

Es geht wieder los. Die Stubentiger bekommen mit Beginn der warmen Jahreszeit ihr Sommerfell.


Zweimal im Jahr wird es besonders haarig – die Katzen wechseln verlieren einen Grossteil ihres Felles.

Das stimmt nicht ganz, denn Katzen haaren eigentlich das ganze Jahr über. Entweder durch das ganz normale Bewegen, Lecken und Schubbern an Gegenständen oder einfach, weil das Haar den normalen Lebenszyklus durchschritten hat und abstirbt.


Man unterscheidet zwischen vier verschiedenen Phasen:
Anagene Phase – die Haarwurzel bildet sich, das Haar wächst, ist voll mit Nährstoffen
Katagene Phase – das Haar ist ausgewachsen, genetisch bestimmt, gilt auch als Übergangsphase
Telogene Phase – das Haar wächst nicht mehr, es gelangen auch keine Nährstoffe mehr ins Haar
Exogene Phase – das Haar fällt schliesslich aus

 

Kein Grund zur Sorge, neues Jahr wächst unverzüglich nach. Und zweimal im Jahr findet ein besonders starker Fellwechsel statt, begleitend zum täglichen Haarverlust.

Zum Sommer hin verliert die Katze das dicke, wärmende Winterfell und es wächst ein leichtes Sommerfell, das schützende Eigenschaften vor UV-Strahlen und sommerliche Temperaturen aufweist. Im Herbst geht es wieder von neuem los – es wächst ein Fell mit wärmender Unterwolle.

 

Ausschlaggebende Impulse für den Haarwechsel sind Temperatur, UV-Strahlen (Tageslichtdauer) etc..
Das wiederrum bedeutet für reine Hauskatzen, dass sie das ganze Jahr über haaren, da der Organismus durch die «künstliche Verlängerung des Tages durch Kunstlicht usw.» verwirrt und irritiert ist. Aber auch hier ist ein Anstieg des Haarverlustes im Frühjahr und Herbst zu beobachten.

 

Hilf Deinen Lieblingen, in dem Du sie regelmässig gründlich bürstest und kämmst. Du erleichterst ihnen damit einiges und vermeidest so auch die Gefahr, dass sich die Katzen an verschluckten Haarbüscheln erbrechen.